Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

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Ego oder Persönlichkeit?

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Eigentlich wollten sie ja darüber reden, wie sich Ego und Persönlichkeit unterscheiden lassen. Da es ihrer Auffassung nach bei verkörperten spirituellen Wegen nicht darum geht, sich selbst als einzigartiger Ausdruck des Heiligen (was wir Persönlichkeit nennen) loszuwerden. Doch dann landen sie bei der Frage nach: Welche Funktion hat eigentlich das Ego, und sind sich alles andere als einig. Eine Folge über Ego, Persönlichkeit, Gott - und wie wir unseren je eigenen Typ kennenlernen können.

Üben – ein ewiger Tanz zwischen Disziplin und Hingabe

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Irgendwo, irgendwie anfangen, das ist der erste Schritt, klar. Doch dann braucht es auch eine grosse Portion Bereitschaft und auch Ehrlichkeit, sich dem eigenen Blödsinn stets aufs Neue auszusetzen. Dennoch: Wir als Personen können das Üben nicht machen im herkömmlichen Sinn, im Gegenteil. Es ist wie verhext: Unser Kopf möchte verstehen, unser Ego / das separate Selbst möchte wissen – aber genau das hat im Erfahren der puren Aufmerksamkeit keine Aufgabe mehr. Mind blowing, wüki. Was aussieht wie ein Widerspruch, Disziplin oder Bereitschaft versus Gnade oder Hingabe, löst sich nadisna auf. Wie? Eben durch Üben! Ein Gespräch zwischen Deborah und Patrick.

Made of Awareness

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In this guided meditation, awareness is filling out our bodies to touch the whole inside – let yourself be made of awareness. And discover how incredible comfort is possible for your being, when you step out of your thought stream.

Let’s practice together this weekend, shall we? The world is in turmoil, many of us face individual heartbreak and old wounds flare up again. We need ways to support ourselves and each other. Practicing is one way. But: Change isn’t happening overnight, there is no magic wand to ease the suffering of the world or your individual pain. But practicing again and again builds new pathways; new pathways toward more ease and space in your life. Take some time this weekend to care for yourself and in doing so, for the whole world.

(Note: I am simply sharing my own way of practicing here which I learned from and with Kiran Trace. I’m also influenced by my dear friend Meg Roekle who hosts monthly meditations with Embodied Together. I have not invented anything of what I offer, it is an assemblage of everything I’ve learned and my own approach to it.)

Humor – eine echte Alternative in der Krise

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Wenn nichts anderes mehr hilft, bleibt der Humor. Eine Art sich selbst aufgeben in die Absurdität des Lebens, über die man nur noch lachen kann. Doch das Lachen kann auch im Hals stecken bleiben, etwa wenn sich jemand «too soon» an ein Thema wagt. Oder wenn die Witze aus der Position von Privilegierten an Unterdrückte adressiert sind. Funktionieren kann Humor im Leid nur, wenn er von unten nach oben gerichtet ist oder horizontal anspricht. Und dann bietet Humor eine echte Alternative in Krisensituationen – das zeigen etwa Studien aus der Psychologie oder Medizin. Dass sich Lachen auch als spirituelles Tool eignet, kommt als Bonus dazu. In dieser Folge erzählt Patrick den Lieblingswitz seiner Grossmutter und Deborah von ihrem Tobsuchtsanfall über unbequeme Stühle, der sie zum Lachen und damit zurück zum Eigentlichen brachte.

Sophia: Weisheit als erlebtes Spiel

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Weisheit klingt nach altem Mann, wenigen Worten und bitz Magie: Schaut man aber etwa in die jüdisch-christliche Tradition, ist die Weisheit eine Frau. Und zwar eine, die vor allem andern da war, tanzend oder spielend vor Gott. Was empfinden wir heute als weise, fragen sich Patrick und Deborah – und kann man das lernen?

Der Körper als Energiefeld

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Ihre Arbeit ist eine, die für manche vielleicht nach Hokuspokus klingt: Andrea Janina Stäger arbeitet mit Energien in und um Menschen. Für sie das Natürlichste der Welt – und über den Körper erlebbar. Ein Gespräch über ihre persönlichen Erfahrungen.

Tanz, Yoga, Energiearbeit: Etwa so lässt sich der Weg ganz grob aufzeichnen, den Andrea Janina Stäger gegangen ist. Durch die Entdeckung von Yoga und Vipassana* vor knapp 20 Jahren war für sie klar: Das ist es. Neben ihrer Ausbildung zur Lehrerin und dem anschliessenden Studium der Religionswissenschaften vertiefte sie sich weiter in die Themen Energie- und Bewusstseinsarbeit. Seit über 10 Jahren arbeitet Andrea Janina Stäger als Energetikerin. Warum das aber überhaupt nichts Besonderes ist, sondern total unspektakulär – erzählt sie im Gespräch.


*Eine Meditationstechnik, die ursprünglich aus dem Buddhismus stammt und zum ersten Mal im so genannten Pali-Kanon erwähnt wird, Dieser Kanon ist die älteste überlieferte Sammlung von Lehrreden des Buddha. Vipassana wird heute weltweit in verschiedenen Ausprägungen geübt. Hauptbestandteil ist aber stets das Wahrnehmen von Körperempfindungen, Gefühlen und Gedanken. Meist wird während der Dauer eines Vipassana-Rückzugs geschwiegen und bis zu 8 Stunden am Tag meditiert.

Verantwortung für dein Handeln

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In der letzten Folge haben Patrick und Deborah sich auseinandergesetzt mit: was heisst es, bewusst oder achtsam zu handeln. Den Aspekt der Verantwortung haben sie dabei erstmal etwas beiseite gelassen – doch nur, um das heute nachzuholen. Denn dass unsere Taten Folgen haben, ist nicht nur jenen unter uns klar, die Kinder haben. Doch dieser Zusammenhang ist nicht immer so glasklar zu sehen. Und Verantwortung hat auch nichts mit «haha selber Schuld» zu tun. Sondern vielmehr mit einer Ermächtigung zum freien Handeln überhaupt.

Gerne hören wir von euren Aha-Momenten in diesem Zusammenhang: deborah.sutter@reflab.ch

Erwähnte Personen und Bücher:
- Der Zen-Meister Bernie Glassmann mit «Anweisungen für den Koch»
- Dogen Zenji, ebenfalls Zen-Meister aber aus dem Mittelalter
- Die Aussage «den Mist auf Gottes Acker tragen» stammt von Johannes Tauler, nicht von Theresa von Avila wie behauptet ;)

Wie Handeln in der Welt?

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Ein sanftes Lächeln für alle, stets ein gutes Wort, mit anderen teilen: So oder ähnlich sieht das Klischee einer spirituellen Person aus. Doch lässt sich tatsächlich von solchen «Attributen» auf die Qualität der Handlung schliessen? Steckt hinter dem sanften Lächeln, dem Teilen tatsächlich Klarheit oder vielleicht doch eher eine subtile Egotaktik?

Die Frage, wie sich spirituelle Einsichten auf das Handeln einer Person auswirken, ist eine alte. Ein Handbuch wäre nett oder wenigstens ein paar Regeln. Klar gibt es solche Ge- und Verbote – doch ist man automatisch «gut» oder «spirituell» oder «erleuchtet», wenn man diesen Regeln folgt? Patrick und Deborah glauben nicht. Sie sind überzeugt: Wirklich gutes Handeln in der Welt muss frei sein von jeglichen Egofäden. Was dann auch wieder nicht so einfach ist, wie es klingt.

Drehend zu Gott

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Peter H. Cunz ist Scheich im Sufiorden der Mevlevi, ein Orden, der auf den persischen Mystiker Mevlana Celaleddin Rumi (1207-1273) zurückgeht. Peter Cunz hat als Scheich eine ähnliche Stellung wie ein Abt in einem römisch-katholischen Kloster – und leitet oder berät Ordensgruppen in der Schweiz, den Niederlanden sowie Kolumbien und Mexiko.

Der Sufismus ist eine Sammelbezeichnung für islamische Mystik, die wie die meisten mystischen Strömungen egal welcher Religion eine Einheit allen Seins erkennen.

Das im Gespräch erwähnte Experiment mit einem Blatt und dessen Lichtabgabe heisst Kirlianfotografie und kann etwa auf Wikipedia nachgelesen werden.

Der erwähnte Angelius Silesius (eigentlich Johann Scheffler) war ein deutscher Lyriker, Theologe und Arzt aus dem 17. Jahrhundert, der durch seine mystischen Gedichte bekannt geworden ist – und vom Protestantismus zum Katholizismus konvertierte, aus Ärger über die Zensur, die ihm in seiner protestantischen Heimat widerfuhr.

Beten – geht das auch mit dem Körper?

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Deborah und Patrick überlegen laut, was es für sie heisst, zu beten. Für beide hat es mehr mit Hören zu tun als mit Sprechen, mehr mit dem Körper als mit dem Kopf. Patrick weiss gar nicht mehr so genau, wo ein Gebet beginnt und wo es endet – ist sich aber sicher, dass es etwas Vorbereitung braucht.

In der Sendung erwähnt Deborah diese beiden Worte, die im Yoga mit dem Atem verwendet werden (weiss die Worte aber dummerweise grad nicht mehr 😉): Es ist «SO» mit dem Einatmen und «HAM» mit dem Ausatmen; das heisst so viel wie «er ist ich» oder «ich bin er» und meint damit die Einheit vom Individuum mit dem Ganzen.

Am Ende dieser Folge findet ihr eine Anleitung für das so genannte Herzensgebet.

Über diesen Podcast

Holy Embodied ist ein Podcast, der behauptet: Es ist an der Zeit, den Körper wieder in die Kirchen zu bringen. Oder anders gesagt: Es ist an der Zeit, den Körper als fantastisches Tor zu jeglicher Form von Spiritualität wieder zu entdecken. Gerade in unserer evangelisch-reformierten Tradition, wurde die Form des Menschen lange genug ignoriert und nur auf den Verstand gesetzt. Viele von uns leben ausschliesslich im Kopf, im Denken – und vergessen den Körper, der nicht nur dazu da ist, unsere Gehirne umherzutragen. Wir finden, das reicht jetzt und leuchten aus, wie und warum unsere Körper der einfachste Weg zu Gott sind. Und was es letztlich heisst, „Holy Embodied“ in seiner ganzen Radikalität zu leben. Auf dieser Entdeckungsreise sind wir nicht-konfessionell, interreligiös und undogmatisch unterwegs. Gespräche zwischen Deborah Sutter und Patrick Schwarzenbach, kurze Tutorials zum ganz konkreten Üben und Gäste dienen uns dabei als Pfeiler.

von und mit Deborah Sutter & Patrick Schwarzenbach

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