Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

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Ewiger Sommer – zu welchem Preis? Klima-Scham und Ambiguitätstoleranz

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Ginge es nach uns, könnte das ganze Jahr Sommer sein. Lange helle Abende, Wärme auf der Haut, draussen sein. Und gleichzeitig schmerzt es, wenn Hitze zur Bedrohung wird, Dürre herrscht, Gletscher schmelzen und eine Welt, wie wir sie kennen, ins Wanken gerät. 

Was machen wir mit diesem Widerspruch? Mit Schuldgefühlen, die sich in den Genuss mischen? Mit dem Gefühl, selbst Teil des Problems zu sein? Und mit der Frage, was wir eigentlich bereit sind zu verändern und worauf wir verzichten können – und wer sich Verzicht überhaupt leisten kann? 

Die Klimakrise konfrontiert uns mit Gleichzeitigkeiten, die wir gerne auflösen würden: Wir wollen leben, geniessen und frei sein – und wissen zugleich, dass ein «immer mehr» auf einem endlichen Planeten nicht funktionieren kann. Letztlich ist es die Gleichzeitigkeit von Werden und Vergehen, nöd wahr. Individuelles schlechtes Gewissen und persönlicher Verzicht greifen dabei zu kurz. Es braucht Lösungen, die von einem kollektiven Wunsch getragen sind - und die Bereitschaft, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen neu zudenken. 

Vielleicht brauchen wir dafür vor allem eines: Ambiguitätstoleranz. Diese gar nicht so einfache Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, ohne sie vorschnell aufzulösen. Wir können den Sommer lieben und die Folgen eines immer wärmeren Planeten betrauern. Wir können Teil eines problematischen Systems sein und Handlungsspielraum haben. Wir können Angst vor Veränderung haben und zuversichtlich in die Zukunft schauen.  

Doch diese Zuversicht oder Hoffnung darf nicht zur Beruhigung werden, die uns vom Handeln abhält. Dabei muss Handeln nicht bedeuten, alles allein richtig machen zu wollen. Was wäre, wenn wir Verantwortung stärker als etwas Gemeinsames verstehen? Wenn gemeinsam entscheiden, was wir verändern wollen? 

Eine Folge über Klima-Scham und Lebensfreude, über Schuld und Genuss, über die Grenzen des Wachstums – und darüber, wie Ambiguitätstoleranz und gemeinsames Handeln uns helfen können, angesichts der Klimakrise lebendig zu bleiben. 

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Wenn du am eigenen Leib, im eigenen Körper erfahren möchtest, wie sich das pure SEIN anfühlt: Vom 2.-4 Oktober ist Holy Embodied im Kloster Kappel, um genau das zu kultivieren. Über Meditation, Atem und Bewegung. Simpel, spielerisch und unterstützt vom Kraftort Kappel. Alle Details findest du hier  - ich fröimi!

Mehr zu Leela und ihrer Arbeit

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Über diesen Podcast

Holy Embodied ist ein Podcast, der behauptet: Es ist an der Zeit, den Körper wieder in die Kirchen zu bringen. Oder anders gesagt: Es ist an der Zeit, den Körper als fantastisches Tor zu jeglicher Form von Spiritualität wieder zu entdecken. Gerade in unserer evangelisch-reformierten Tradition, wurde die Form des Menschen lange genug ignoriert und nur auf den Verstand gesetzt. Viele von uns leben ausschliesslich im Kopf, im Denken – und vergessen den Körper, der nicht nur dazu da ist, unsere Gehirne umherzutragen. Wir finden, das reicht jetzt und leuchten aus, wie und warum unsere Körper der einfachste Weg zu Gott sind. Und was es letztlich heisst, „Holy Embodied“ in seiner ganzen Radikalität zu leben. Auf dieser Entdeckungsreise sind wir nicht-konfessionell, interreligiös und undogmatisch unterwegs. Gespräche zwischen Leela Sutter und Sarah Staub (in den ersten Folgen mit Patrick Schwarzenbach), Reportagen und Expert*innen aus diesem weiten Feld dienen uns als Kompass für diese Reise.

von und mit Leela Sutter, mit Sarah Staub

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