Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

Über die grossen und kleinen Tode

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Es ist die Zeit vor Ostern, Passionszeit, die perfekte Zeit also, um übers Sterben zu sprechen. Und zwar nicht nur über dieses grosse Sterben, jenes, in dem wir unseren Körper verlassen. Sondern über all die kleinen Tode, die wir jeden Moment sterben. Wenn ich mich zum Beispiel als Elternperson verabschieden muss von der Version von mir, die ich war bevor ich Kinder bekommen habe. Oder die Version von mir, die ich war vor meiner Pensionierung. Die Version von mir, die ich war vor einer Krankheitsdiagnose. Oder im ganz kleinen, von der Version von mir, die gerne Kaffee getrunken hat. Die sich ein Leben mit diesem einen Gegenüber gewünscht hat. Denn sind es nicht genau diese Tode, die uns extrem herausfordern, zerbrechen lassen, verzweifeln lassen? Ja, manchmal auch ganz körperlich lähmen. Gleichzeitig schaffen diese Prozesse Platz, Platz für das, was wirklich gelebt werden will, Platz für das Eigentliche – Platz fürs Heilige.

Vielleicht hört ihr es in der Folge, das Thema berührt uns sehr. Genau das ist doch die Stärke von «Holy Embodied»: Sarah und ich zeigen uns ungefiltert, ungeschönt und so so ehrlich, wenn wir über verkörperte Spiritualität, über alltäglich gelebten Glauben egal welcher Tradition, Denomination oder Religion sprechen. Wir, das sind in jeder zweiten Folge die evangelisch methodistische Pfarrerin Sarah Staub und ich, Leela Sutter, nonduale Theologin, Journalistin und heute energetische Begleiterin von Menschen, deren Nervensysteme nach Traumata, Erschöpfung oder in Veränderungsprozessen Unterstützung brauchen können.

Wenn ihr uns eine Bewertung hinterlassen mögt für unseren Podcast auf jener Plattform, auf der ihr uns gerade hört, sind wir unendlich dankbar – das hilft uns, auch von anderen gefunden zu werden! Und euer Feedback, eure Fragen oder persönlichen Geschichten empfangen wir gerne und freudig zum Beispiel via E-Mail contact@reflab.ch <3

Dorothea Leber – die Akupunkteurin der Erde

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Seit Jahrzehnten lebt Dorothea Leber in England, aufgewachsen ist sie im Schwarzwald. Sie habe immer schon Bäuerin oder Gärtnerin sein wollen, sagt sie, hat aber zunächst Musik studiert und sich erst später zur Gärtnermeisterin ausbilden lassen.

Über ihre eigene Meditationspraxis und die Entdeckung der Stille kam die Erkenntnis: Pflanzen reagieren stark auf Präsenz und gedeihen umso besser, mit je mehr Liebe sie behandelt werden. Erfahrungen mit Akupunktur kamen dazu und letzten Endes lernte die begeisterte Gärtnerin, wie sie über Erdakupunktur Böden, Häuser und Gärten energetisch entspannen kann. Ein Gespräch über Traurigkeit in Neubauten, Steinkreise und Elementarwesen.

In der Folge erwähnte Personen:

Masaru Emoto, der die Experimente mit Wasser gemacht hat, hat unter anderem dieses Buch hier veröffentlicht: https://www.buchhandlung-bodmer.ch/emoto-masaru-die-botschaft-des-wassers-koha-isbn-978-3-86728-123-2

Marko Pogacnik ist ein slowenischer Bildhauer und Geomant, mehr über ihn findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Marko_Poga%C4%8Dnik

Über Gustav Freiherr von Pohl habe ich hier mehr gefunden: https://www.museum-vilsbiburg.de/wasser-wuenschelrute-krebserkrankungen

Und über Käthe Bachler hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Bachler

Wenn euch das Thema Kraftorte interessiert, kann ich euch meine Sendung mit Andrea Fischbacher ans Herz legen (https://www.reflab.ch/kraftorte-in-der-schweiz/)!

Longevity-Trend: Sind Altern und Sterben optional?

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Sarah und ich sind beide «schuldig im Sinne der Anklage» hier: Wir ertappen uns beide dabei, unsere grösseren und kleineren Alterserscheinungen nicht nur gelassen anzunehmen. Sarah zum Beispiel sagt, sie liebt ihre Seniorinnenfreundinnen und findet deren Falten wunderschön - bei sich selbst aber fällt es ihr schwer. Wir hinterfragen unsere vermeintlich banalen Handlungen, wie zum Beispiel graue Haare auszupfen, und sehen: Wenn dahinter eine Überzeugung steckt, dass ich so weniger liebenswert bin, dann macht mich das unfrei. Das ist nicht nur schade, sondern widerspricht sowohl Sarahs Glauben als auch meinem Erleben der unbedingten Liebe, die jeden Moment ausmacht. Unsere Auseinandersetzung mit diesem Trend führt uns überraschenderweise auch bei Adam und Eva vorbei – doch hört selbst.

Über Bryan Johnson, den ultimativen Biohacker, könnt ihr z.B. hier lesen: https://www.nzz.ch/wissenschaft/millionaer-bryan-johnson-will-beweisen-dass-der-mensch-nicht-sterben-muss-ld.1803643

Der nonduale spirituelle Lehrer Adyshanti hat über den eindrücklichen Zusammenhang der weit verbreiteten Überzeugung von «Unwürdigkeit» und dem so genannten Sündenfall geschrieben – hier findet ihr das englische Hörbuch: https://www.buchhaus.ch/de/buecher/fachbuecher/medizin/naturheilen/detail/ISBN-9781622036516/Adyashanti/Healing-the-Core-Wound-of-Unworthiness

Kathrin Rehmat und die Stille, die in keine Schublade passt

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«Ich hätte nicht Theologie studieren können, hätte ich nicht meine Yogapraxis gehabt», sagt Kathrin Rehmat. Dass der Körper eine zentrale Rolle spielt im Leben, aber auch in ihrer Spiritualität, sei ihr immer schon klar gewesen. Kathrin Rehmat ist Pfarrerin an der Predigerkirche in Zürich und im Vorstand vom Festival «Stilles Zürich» (https://www.stilles-zuerich.ch/).

Von ihr möchte ich wissen: Wie schafft das fünftägige Festival Begegnungen mit der Stille? Und für wen? Natürlich frage ich Kathrin auch nach ihrem eigenen Üben, nach ihren Einsichten aus über 30 Jahren Yoga – und nach ihrem Umgang mit dem Unverfügbaren.

Das erwähnte Buch «Das Kleinod der Unterscheidung» von Shankara könnt ihr zum Beispiel hier finden: https://www.buchhandlung-bodmer.ch/shankara-das-kleinod-der-unterscheidung-advaitamedia-gmbh-isbn-978-3-936718-72-0

Gott im Versehrten, Unperfekten entdecken

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In dieser ersten Folge mit meinem neuen Holy Embodied Gspändli spreche ich mit Sarah Staub. Sie ist Pfarrerin der evangelisch-methodistischen Kirche in Wädenswil, Theologin, Autorin beim RefLab – und lebt in einem, wie sie selbst sagt, behinderten Körper.

Sarah reflektiert ihre eigene Körpererfahrung theologisch und eröffnet neue Perspektiven auf ein verkörpertes Glaubensleben. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie sich Gott im Versehrtsein erfahren lässt, über Sarahs persönlichen Weg und über die Frage, warum es problematisch sein könnte, dass Jesus jung, makellos und ohne sichtbare körperliche Gebrechen dargestellt wird.

Eine Folge über Gott im Unperfekten, über verkörperte Spiritualität und über die heilsame Kraft, das Schwierige nicht zu übergehen, sondern ernst zu nehmen.

Hier findet ihr die bereits Erschienenen Folgen mit Sarah: https://www.reflab.ch/sarah-staub-ich-darf-wuetend-sein-auf-meinen-koerper/ und https://www.reflab.ch/heimat-jenseits-von-patriotismus-und-kitsch-mit-sarah-staub/

Und hier Sarahs starken Text über den «Behinderten Gott»: https://www.reflab.ch/der-behinderte-gott/

Thomas Schlag: Verhilft uns KI zu neuen spirituellen Durchbrüchen?

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«Man merkt, dass KI nicht auf Erfahrungen zurückgreifen kann, das ist mein grösstes Problem damit», sagt Thomas Schlag. Eine echte Seelsorge oder Begegnung lebe zudem davon, dass man dem Gegenüber auch widersprechen oder den Finger auf Unklarheiten legen könne – was in der Interaktion mit Künstlicher Intelligenz nicht geschehe. Daneben betont Thomas Schlag aber die Vorteile, die eine stets verfügbare, immer geduldige «Ansprechsoption» mit sich bringt, gerade im Zusammenhang mit Themen wie Einsamkeit oder Übergangssituationen.

In unserem Gespräch kommen wir natürlich auch auf den Körper zu sprechen und warum dieser gerade in der zunehmenden Digitalisierung der Welt immer je wichtiger wird, auch in der Theologie, etwa in der erwähnten «carnal hermeneutics» (https://richardmkearney.com/wp-content/uploads/2014/06/carnal-hermeneutics-211.pdf) also einer Lehre des Verständnisses der Welt über den Körper. Und wenn wir über den Körper sprechen, dann sprechen wir – zumindest hier bei Holy Embodied – immer über den gesamten Körper, was Sexualität miteinschliesst.

In diesem Zusammenhang erwähnt Thomas Schlag eine finnische Doktorarbeit (https://erepo.uef.fi/items/e66a2597-bbb3-40cb-8386-a6fc496925b2) – die ich leider bloss in Finnisch gefunden habe, sie euch aber nicht vorenthalten möchte. Die CVJM Hochschule in Kassel hat eine grosse Studie zu Sexualität unter hochreligiösen Christinnen erstellt (https://www.cvjm-hochschule.de/fileadmin/2_Dokumente/5_FORSCHUNG/empirica/empirica_Sexualitaetsstudie_Zusammenfassung.pdf) und meine Kollegen von Ausgeglaubt (https://www.reflab.ch/hinter-der-schlafzimmertuere-fakten-zum-sexleben-frommer-christinnen/) haben dazu eine Folge aufgenommen.

Zudem möchte ich auf diese Folge von Geist.Zeit hinweisen, in der meine Kollegen mit Matthias Zeindler über reformierte Spiritualität sprechen (https://www.reflab.ch/matthias-zeindler-was-ist-reformierte-spiritualitaet/). Und, zu guter Letzt: In Luzern sass zwei Monate lang ein KI-Jesus im Beichtstuhl als Experiment zu digitaler Seelsorge (https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/digitale-seelsorge-keine-offenbarung-zu-besuch-beim-luzerner-ki-jesus).

Yvonne Eisenring: «Ich weiss, was mich umhaut – Misserfolg ist es nicht»

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Sie ist gerade ein ziemlich heller Stern am Schweizer Promihimmel: Ihr Kinofilm «Love Roulette» wird gefeiert, eine Liveshow vom Podcast «Zivadiliring», den sie mit Gülsha Adilij und Maja Zivadinovic zusammen macht, hat das Zürcher Hallenstadion ausverkauft und als Autorin landete sie mit «Life Rebel» einen Bestseller.

Das Leben der Autorin Yvonne Eisenring ist - an Schweizer Massstäben gemessen - ein Unkonventionelles: Sie lebt die Hälfte des Jahres im Ausland, nimmt Arbeit nur dann an, wenn es sich richtig anfühlt und findet Neuanfänge grossartig. Ihr neustes Buch «Life Rebel» hat sie zu sowas wie einem Schweizer Popstar angehoben – sie wird um Selfies gebeten, Menschen erzählen ihr davon, wie sie ihr Leben geändert haben, nachdem sie ihr Buch gelesen hatten.

«Verrückt», findet das Yvonne. Und berührend. «Life Rebel» handelt von ihrem Leben in sechs verschiedenen Städten und «der Suche nach dem, was wirklich zählt». Was wirklich zählt, das ist für Yvonne spätestens seit dem Tod ihres Vaters glasklar: Die Zeit, die sie hier hat und die Art und Weise, wie sie mit dieser begrenzten Ressource umgeht.

Haben euch Yvonnes Aussagen und Leben inspiriert, euch etwas mehr aus SEIN einzulassen? Holy Embodied lädt ein, SEIN als Erfahrung im Körper zu erleben. Und zwar vom 9. bis 11. Januar in Kappel am Albis. Damit Holy Embodied nicht nur in deinen Ohren, sondern im ganzen Körper ankommt.

Diese Folge wurde ursprünglich am 9. August 2024 veröffentlicht und ist eine Wiederholung.

Bleiben, Fühlen, Weiterziehen – Was Abschiede uns lehren

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Abschiede, Veränderungen und Übergänge gehören zum Leben – und dennoch tun wir uns oft schwer damit. In dieser besonderen Folge sprechen wir offen über einen ganz konkreten Fall: Patrick Schwarzenbach hat nach fünf Jahren entschieden, nicht mehr mit Holy Embodied weiterzumachen.

Wir schauen gemeinsam darauf, wie alte Muster uns manchmal dazu bringen, vor solchen Momenten davonzulaufen. Wie schnell wir ins Funktionieren kippen, statt uns wirklich auf die Wehmut, die Angst und die Verletzlichkeit eines Übergangs einzulassen. Und wie sehr genau dieses Innehalten – dieses bewusste Bleiben im Ungewissen – uns wachsen lässt. Und uns die Neugier, den Gwunder, das Kitzeln eines Neuanfangs entdecken lässt.

Ausserdem erkunden wir, wo uns das Thema Abschied auf spirituellen Wegen begegnet: Plötzlich fühlt sich eine vormals so geliebte Praxis nicht mehr super lebendig an, auf einmal sind die Atemübungen etwas leer oder ein Gebet wird zum Abspulen von Worten. Wir teilen persönliche Erfahrungen, Lernmomente und was uns dabei hilft, Übergänge nicht nur zu überstehen, sondern ihnen mit offenen Händen zu begegnen.

Eine Folge über Mut, Dankbarkeit und die Kunst, weiterzugehen – ohne davonzulaufen.

Neurodiversität und Spiritualität – Türöffner oder Hindernis?

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In dieser Folge tauchen wir ein in die Verbindung von Spiritualität, Körperlichkeit und Neurodiversität. Zu Gast ist Tobias Zehnder, Pfarrer und Theologe, der selbst autistisch ist und zum Thema «Autismus und Theologie» forscht.

Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Spiritualität im Körper erlebt wird – jenseits neurotypischer Erwartungen – und welche Rolle Sinneswahrnehmung und persönliche Glaubenswege dabei spielen. Eine Einladung, Spiritualität aus einer neuen, oft überhörten oder missverstandenen Perspektive zu entdecken.

Die Tonqualität dieser Folge ist ungewohnt tief. Wir veröffentlichen sie dennoch, weil sie trotz des Klangs gut verständlich ist und der Inhalt für viele wertvoll sein dürfte.

Orgel, Gong, Techno - wie Klänge unsere Körper vibrieren lassen

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Ist Klang einfach nur Wellness oder kann über Vibration echte spirituelle Transformation geschehen? Was vielleicht als etwas esoterisch belächelt wird, ist auch in einem gut reformierten Gottesdienst vertreten: Die Klänge der Orgel berühren unsere Körper, das gemeinsame Singen lässt uns vibrieren.

Beides ist eine Form von Vagusnerv-Aktivierung, des grössten Nervs vom parasympathischen Teil unseres Nervensystems – jenem Teil, der uns ausruhen und auf allen Ebenen verdauen lässt. Doch was, wenn über Klänge alte Verletzungen hochgespült werden?

Soll man das einfach geschehen lassen oder braucht es sorgfältige Integrationspraktiken? Patrick und ich teilen persönliche Geschichten, Beobachtungen aus unserer Arbeit und die Unterschiede zwischen einem Rave und einem Klangbad.

Über diesen Podcast

Holy Embodied ist ein Podcast, der behauptet: Es ist an der Zeit, den Körper wieder in die Kirchen zu bringen. Oder anders gesagt: Es ist an der Zeit, den Körper als fantastisches Tor zu jeglicher Form von Spiritualität wieder zu entdecken. Gerade in unserer evangelisch-reformierten Tradition, wurde die Form des Menschen lange genug ignoriert und nur auf den Verstand gesetzt. Viele von uns leben ausschliesslich im Kopf, im Denken – und vergessen den Körper, der nicht nur dazu da ist, unsere Gehirne umherzutragen. Wir finden, das reicht jetzt und leuchten aus, wie und warum unsere Körper der einfachste Weg zu Gott sind. Und was es letztlich heisst, „Holy Embodied“ in seiner ganzen Radikalität zu leben. Auf dieser Entdeckungsreise sind wir nicht-konfessionell, interreligiös und undogmatisch unterwegs. Gespräche zwischen Leela Sutter und Patrick Schwarzenbach, Reportagen und Expert*innen aus diesem weiten Feld dienen uns als Kompass für diese Reise.

von und mit Leela Sutter, mit Patrick Schwarzenbach

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