00:00:16: Was macht eigentlich ein gelungenes Leben aus und wie lebe ich ein erfülltes Leben?
00:00:22: Das sind Fragen, denen wir begegnen wenn wir uns mit verkörperter Spiritualität befassen oder wenn wir auch einfach auf irgendeine Ortenweise für Bewusstsein, Entwicklung und oder Spiritualität interessieren.
00:00:36: Heute habe ich ein wunderbares Gespräch für euch gefunden im Podcast.
00:00:40: I feel you, meine lieben RefLab-Kollegin und Pfarrerin Jana Horstmann.
00:00:44: Sie spricht mit Caroline Thais über Resilienz, intelligente Intuition und eben was macht einen Leben zu einem gelungenen Leben?
00:00:52: Caroline Thais nennt sich selbst Kopf-Sortiererin, Reframing Meisterin und Ressourcenaufzeigerin.
00:01:00: Ihr hört sie im Podcast Holy in Body, jenen Podcast der die Stimme einer alltäglich ehrlich menschlich manchmal messi, manchmal glasklaren verkörperten Spiritualität ist.
00:01:10: Holy In Body macht ernst mit der Mystik im stinknormalen Leben!
00:01:15: Wenn ihr uns eine Bewertung hinterlassen mögt für unseren Podcast auf jener Plattform, auf der ihr uns gerade hört sind wir natürlich unendlich dankbar, denn das hilft anderen uns zu finden.
00:01:26: Mein Name ist Lila Sutter und ich bin Non-Dualithiologin, Journalistin
00:01:29: und spirituelle Begleiterin.
00:01:37: Hallo liebe Caroline!
00:01:38: Wie schön dass du da bist?
00:01:39: Ich freue mich sehr.
00:01:42: Resilienz ist ja so ein sehr großes Trendwort.
00:01:47: Wir müssen resilienter werden... Ich habe mich gefragt in Vorbereitung auf die Folge und auf das Gespräch mit dir ob Resilienz quasi eigentlich die selbstgemachte Lösung für ein selbst gemachtes Problem ist?
00:02:03: Selbstgemachtes Problem klingt natürlich jetzt fast bisschen abschätzig, ja.
00:02:10: Resilience ist – das ist eben die Frage, weißt du wie definiere ich diesen Begriff?
00:02:14: Wenn wir es jetzt als Widerstandskraft bezeichnen wollen oder Fähigkeit mit den Herausforderungen des Lebens in gelingender Weise umzugehen, so bezeichne ich das eigentlich.
00:02:25: So
00:02:25: wird es auch häufig, also ich glaube Widerstandskraft oder eben das was du gerade gesagt hast mit den herausforderungen und auch Krisen des Lebens umzugehnen.
00:02:33: ist das wie es gemeinhin meistens definiert wird.
00:02:39: Und du hast sicherlich recht ein Teil... von den Herausforderungen, die wir haben.
00:02:45: Die sind schon sicherlich ausgemacht ja?
00:02:47: Aber wir sind einfach unglaublichen Anforderungen unterworfen in unserem heutigen Hiersein, in dem Leben und der Welt wo wir uns halt heute jetzt hier vorfinden.
00:02:58: Wir sind alle konfrontiert mit Gegebenheiten, die einfach starke Herausforderung sind Und als freiberufliche Trainerin bin ich sehr Viel unterwegs kommt sehr rum.
00:03:14: Ich arbeite für die Wirtschaft, ich arbeite auch für die Kirche und für die Börse.
00:03:19: Ich arbeite mit Menschen in der Informatik, Kinderkrippen leiten also die unterschiedlichsten Menschen, die unterschiedlichen Bereiche aber... ...die berichten alle von den gleichen Herausforderungen.
00:03:31: Was sind die Herausforderung?
00:03:33: In diesen Zeiten würde ich sagen permanent zunehmende Komplexität.
00:03:39: Alles wird herausfordernder Alles.
00:03:41: die Anforderungen steigen an uns, beruflich wie auch privat.
00:03:45: Wir finden mal raus innerhalb von einem Tag was die richtige Ernährung für dich ist.
00:03:50: Eine äußerst komplexe Frage.
00:03:52: da kannst du Wochen und Jahre dran dir das Hirn zermattern was jetzt das Richtige ist also steigende Komplexität steigender Anforderung dann uns sicherliche auch Beschleunigungsprozesse.
00:04:06: Wir erleben unser Leben als immer schneller werdend.
00:04:11: Aber auch diese ganzen, das war es wir heutzutage als Change-Prozesse oder Veränderungsprozesse in Firmen oder gesellschaftlich sehen – das beschleunigt sich immens!
00:04:21: Kaum läuft etwas kommt die nächste Veränderung.
00:04:25: Kaum habe ich mich irgendwo eingerichtet und kommt das Nächste.
00:04:31: Mit dem Gehirn, mit dem wir den begegnen.
00:04:35: Dieses Gehirne ist angepasst an ein Leben in der Steinzeit und nicht an dieses Tempo oder diese Dauererreichbarkeit.
00:04:42: Und schon unsere Eltern, Großeltern haben noch anders gelebt als wir.
00:04:48: Absolut!
00:04:52: Ja, also ich meine du hast gesagt unser Gehirn passt sich an aber es braucht Zeit.
00:04:58: Oh ja das passt sich in Jahrhunderttausenden dann.
00:05:01: Im Moment passt es sich an mit Überforderung und auch mit Kompensationsmechanismen die wir sehen die auch suboptimal sind.
00:05:10: Menschen versuchen den Stress den sie haben oder den Stress denen sie empfinden irgendwo abzubauen Und deshalb dadeln ja so viele Menschen stundenlang an ihrem Handy rum.
00:05:22: Weil es gibt in dem Moment einfach ein Katzenvideo, entspannt einfach für eine Zehntelsekunde aber löst den Stress nicht, den ich habe oder stundenlange irgendwie auf Netflix.
00:05:32: die Zeit zu vernichten ist ja auch nicht wirklich.
00:05:37: jetzt gelingendes Selbstmanagement?
00:05:38: Genau, das sind einfach so Kompensationsmechanismen.
00:05:42: Nicht umsonst war auch in den letzten Jahren nicht nur das Wort Resilienz im Trend sondern auch der Eskapismus.
00:05:48: also steht ja nebeneinander dass was du gesagt hast diese stärker werdende Komplexität in allen Lebensbereichen und gleichzeitig ja irgendwie auch immer stärker der Wunsch quasi sich davon zu distanzieren dafür eine Zeit lang auszusteigen.
00:06:06: Also als wenn wir uns nur zwischen den Extremen bewegen, um es überhaupt aushalten zu können.
00:06:14: Das kann's ja nicht sein oder?
00:06:16: Und das bringt uns vielleicht zurück auch zu deiner Einschlägsfrage.
00:06:19: nochmal mit den selbstgemachten Problemen.
00:06:23: Wir haben diese Anforderung von außen die sind da ist ganz klar.
00:06:27: aber wir haben eben auch durchaus die Fähigkeit uns unser Leben ganz allein zur Hölle zu machen, in den Ansprüchen, die ich an mich selber habe.
00:06:37: Wenn ich ein hohes Leistungsabmotiv habe dann möchte ich meine Arbeit nicht nur machen nein ich will sie gut machen.
00:06:47: und wenn ich dazu noch mit ein bisschen Pflichtgefühl gesegnet bin dann ist die Frage kann ich denn am Ende des Tages überhaupt zufrieden sein?
00:06:54: Wenn ich zwar gearbeitet hab wie ein Idiot Aber meine Tudulchen, die ich fertig gekriegt habe.
00:06:59: Ja?
00:07:00: Das heißt Gratulation!
00:07:01: Dann bist du am Abend erschöpft und trotzdem unzufrieden.
00:07:06: Und das sind so Sachen...das ist ganz klar, da sind innere Antreiber auch der eigene Perfektionismus, dass es ein innerer Antreber oder auch des eigenen Harmoniebedürfnis, wenn ich gerne gut hab mit Menschen, wenn nicht gern in Kontakt bin mit Menschen.
00:07:22: Da sind alles wunderbare Eigenschaften.
00:07:26: Ungebremst mit mir durchgehen, dann können die in mir zu Konflikten führen.
00:07:34: Ja?
00:07:35: Und also das ist ja das eine, dass es in mir zu Konflikten führt und das andere.
00:07:39: Was ich immer das Gefühl habe gerade bei so immer größer werdender Komplexität hab' euch ab Ich persönlich auch immer mehr das Bedürfnis die Sachen kontrollieren zu wollen.
00:07:49: Genau!
00:07:49: Das ist ein solcher Kompetitionsmechanismus.
00:07:52: Das ist der Klassiker.
00:07:54: Es ist wunderbar, das erlebe ich überall.
00:07:56: Das is ein Mechanismus.
00:07:58: entweder ich springe in den Spaß wenn ich überfordert bin Also, dass ich halt einfach rum mache am Handy oder irgendwelche Shorts gucke.
00:08:06: Oder Instagram oder irgendwas.
00:08:07: Wir haben überall Einladungen uns irgendwie zu entfernen.
00:08:12: geistig aber natürlich.
00:08:14: Kontrolle ist auch eine wunderbare Strategie zu kompensieren.
00:08:19: diese Überforderung eigentlich.
00:08:23: Das haben wir alle in den letzten Jahren gemerkt.
00:08:25: Wir können gar nichts kontrollieren, nicht mal unsere Blase für mehr als ein paar Stunden.
00:08:33: Aber das ist überall so tief in den Köpfen drin und ich erlebe es auch häufig ... Coachings, wenn die Menschen zu mir kommen dann sagen, dann erklären.
00:08:44: Die mir was für Pläne haben und Karriereplanung und dann machen sie dies und da machen Sie das!
00:08:51: Und es ist immer ein Moment wo ich recht weiß ob ich jetzt herzhaft lachen soll weil ob das klappt, dass weiß kein Mensch.
00:08:59: Krieg ich denn die Stelle die ich mir vorstelle?
00:09:02: Ja vielleicht aber auch nicht.
00:09:04: und selbst wenn ich die Stelle bekomme macht sie mich dann wirklich glücklich?
00:09:09: Wir können das alles nicht kontrollieren?
00:09:12: Ich muss mich dann auch immer selber daran erinnern.
00:09:14: Es gibt so ein Modell mit diesen drei Kreisen, die quasi drei Kreise die ineinander sind wo man in den inneren Kreis einträgt was man wirklich kontrollieren kann.
00:09:24: und zum Paar einzelne Dinge kann ich ein Stück weit zumindest kontrollieren.
00:09:28: Ich kann mich dafür entscheiden was ich esse oder was ich nicht esse
00:09:31: z.B.,
00:09:32: ob ich Sport mache oder nicht.
00:09:33: Und dann in dem mittleren Krei schreibt man das antheilig kontrollieren kann, sowas wie gesundheitlich.
00:09:39: Kann Sport machen.
00:09:40: das heißt aber noch lange nicht dass ich vor Erkrankungen gefällt bin.
00:09:44: Aber wenn ich eine Erkankung habe kann Ich natürlich was dafür tun Dass sich da dem entgegen wirken oder mir gute Dinge tun.
00:09:52: und dann gibt es auch ganz viele dinge die im äußersten Kreis sind wo ich Mir bewusstmachen muss Die kann ich alle Nicht kontrollieren.
00:10:00: Und Auch Wenn ich mir das irgendwie wünsche Da Sind Andere Menschen Involviert So Natur, Entwicklungen.
00:10:08: All solche Dinge kann ich einfach nicht kontrollieren und das ist so ein Modell was mir in solchen Situationen dann manchmal hilft um mich zu vergewissern hey es gibt Dinge die kann natürlich kontrollieren es sind nicht viele aber dass ist der Bereich indem ich etwas tun kann.
00:10:23: genau
00:10:23: und das finde ich was wunderbares.
00:10:25: wo ist denn mein Einfluss bereit?
00:10:27: Das finde ich ein sehr schönes Bild weil wir sehen gerade die Menschen sind völlig hinüber aufgrund dieser vielen, vielen schlechten Nachrichten.
00:10:37: Viele diese starke Negativität die überall da ist und ich kann richtig greifen wie die Menschen zerbrechen darunter.
00:10:47: Als sie als die Pandemie als die Covid-Pandemie begann Anfang zwanzigzwanzig habe ich als Cassandra wirklich Prophet Zeit aus der Nummer kommen wenig sauber raus.
00:10:59: Die Menschen haben die Kompetenzen nicht damit jetzt in gelingener Weise umzugehen.
00:11:04: Und genauso ist es fünf Jahre später, wir haben desaströse Zahlen an psychischen Erkrankungen und körperlichen Erkränkungen, den Menschen geht es nicht gut.
00:11:14: In Deutschland sind es offensichtlich abendlich alle Kinder und Jugendliche, die psychische Probleme haben.
00:11:19: Das ist eine riesige Zahl!
00:11:25: Wir sehen einfach, viele Menschen ziehen sich dann schon zurück von diesen Medien.
00:11:31: Aber irgendwie ist es ja trotzdem noch da.
00:11:34: Also irgendwie ist das ja trotzdem doch noch irgendwo so in der... im Umfeld.
00:11:38: aber darauf haben wir keinen Einfluss korrekt.
00:11:41: Aber wenn ich das eben zurücknehme und das finde jetzt sehr schön was du gesagt hast auf den Bereich wo habe ich ein Fluss?
00:11:48: Dass ich den aber nicht nur also für mich... Ich gehe sogar soweit dass die Möglichkeit in unserem Kontrollbereich einzugreifen, sondern die Verpflichtung.
00:12:01: Wenn ich es mir zur Aufgabe mache da wo ich zugreifen kann in meinem Umfeld was weiß ich und wenn's nur der Kellnerin was Positives zurückzumelden meinem Kollegen was nett zu sagen irgendjemand im Indie Moment dass das Leben ein bisschen besser machen kann oder jemandem nur was aufhebt, was ihm runtergefallen ist.
00:12:22: Dann habe ich in dem Moment aber etwas gemacht, was für mich sinnhaft ist, wo ich mich auch und da kommen wir auch in Selbstwirksamkeit erleben.
00:12:32: Selbstwirksamkeitserleben ist ein ganz wichtiger Faktor für psychische Gesundheit.
00:12:37: Und wenn ich natürlich nur die ganze Zeit versuche hier das Klima zu retten dann wünsche ich weiterhin viel Spaß!
00:12:43: Das wird in diesem Leben vermutlich nicht mehr funktionieren.
00:12:46: Ich bin so alt, dass ich dir sagen muss, in meiner Jugend hat man vor einer Eiszeit gewarnt.
00:12:52: Dann hätte ich damals versucht den Planeten aufzuwärmen.
00:12:56: wahrscheinlich also du verstehst was ich sagen will.
00:12:59: das ist ja alles.
00:13:01: wir haben nur so begrenzten Einflussbereich und da sind wir vielleicht wieder beim Thema selbstgemachte Probleme.
00:13:09: wenn ich mich dann verkapriziere habe ich eine wunderbare Möglichkeit geschaffen, mich dauerhaft sehr, sehr unglücklich zu machen.
00:13:21: Hast du es gerade schon angesprochen?
00:13:23: Also von diesen Problemen die gesellschaftlich da sind, von den Katastrophen und von den negativen Nachrichten mit denen wir uns zudem irgendwie verhalten müssen oder auch nicht wo wir das Bedürfnis haben uns zurückzuziehen in den Spaß zu flüchten, in die Ablenkung zu gehen bis hin zu dem Punkt wo wir sagen dass sind Dinge Die sind irgendwie in meinem Bereich.
00:13:47: Da kann ich was tun, da muss sich vielleicht auch etwas tun über die selbst gemachten Probleme und den Wunsch nach Eskapismus oder vielleicht auch den Wunscht nach Kontrolle bis hin zu dem Bereich von Dingen, die man kontrollieren kann oder wo man auch handeln kann.
00:14:02: Du hast schon ein bisschen die Selbstwirksamkeit angesprochen.
00:14:07: Wie viel ist Theorie?
00:14:08: Und wie viele ist Praxis?
00:14:11: Jetzt kann ich was tun, jetzt muss ich etwas tun.
00:14:13: und wie viel ist vielleicht auch davor ein Auseinandersetzen damit?
00:14:17: Okay.
00:14:18: Was sind eigentlich... Wie gehe ich eigentlich damit um?
00:14:20: Was passiert bei mir?
00:14:22: Wie fühle ich mich damit?
00:14:24: Geht das eine ohne das andere?
00:14:25: Kann ich mich einfach in der Praxis flüchten ohne Selbstreflexion oder kann ich auch einfach nur über Selbstreflektion einen Umgang
00:14:36: finden?".
00:14:37: Was würdest du sagen?
00:14:38: Ich würde sagen, wir leben in so wunderbaren Zeiten.
00:14:41: Das ist das Gute am schlechten!
00:14:43: Die Zeiten sind irrsinnig herausfordernd aber es war nie besser sich in eine gelingende Selbstentwicklung zu begeben.
00:14:51: Sich dem nämlich jetzt zu stellen weil es ist nun mal einfach da.
00:14:56: Es gibt eine Theorie von dieser hellen Reise.
00:14:59: Das heißt, wir sind jetzt einfach herausgefordert in unsere eigene Heldenreise einzutreten und so wie Bilbo auch keine Lust hat dazu ja?
00:15:09: Und auch erst mal findet ich bin doch überhaupt kein Meister Dieb!
00:15:12: Ich habe diese Fähigkeiten gar nicht.
00:15:14: wenn wir uns dem jetzt stellen und sagen doch ich möchte mich dem stellen ich lebe jetzt in dieser Zeit oder Kein Mensch will gerne in diesen herausfordernden Zeiten leben.
00:15:24: Aber wie sind wir da?
00:15:25: Irgendeinen Grund wird es haben, sich dem zu stellen und dann jetzt sagst du reicht ist darüber zu reflektieren.
00:15:32: Wir brauchen beides überhaupt erst mal die Bereitschaft einzutreten in eine Selbstentwicklung oder vielleicht auch den Druck überhaupt zu spüren.
00:15:42: Ich arbeite ja auch sehr viel mit Führungskräften und auch so mit Nachwuchsführungskriften.
00:15:47: Und meine freche Frage ist dann immer nach Merkst du das körperlich
00:15:51: schon?
00:15:52: Na,
00:15:52: schläft noch.
00:15:53: Und wir reden ja von Dreißigjährigen, so was um den Dreh und ich sag dann immer Schau!
00:15:59: Du kannst dich dem Thema Balance in deinem Leben jetzt widmen oder wir sehen uns im fünf Jahren und meistens sehe ich sie dann früher.
00:16:08: aber wir brauchen die Bereitschaft dass es das erste und Ich glaube wir müssen einfach wieder zusammen führen was zusammen gehört Das Unbewusste und der Verstand, der Körper und die Psyche.
00:16:23: D.h.,
00:16:23: wahrzunehmen.
00:16:24: wie geht es mir überhaupt?
00:16:27: Ich stelle immer wieder fest, dass wir wirklich die Fähigkeit zur völligen Vergessenheit unseres Körpers haben.
00:16:36: Wir nehmen unseren Körper dann wahr wenn er wehtut oder wenn er total erschöpft ist.
00:16:42: Aber einfach mal so nachzugucken hey wie geht's mir jetzt eigentlich gerade?
00:16:45: Wie ist denn jetzt mein Batterieladezustand?
00:16:48: Und dann sich zu überlegen, ja ist der jetzt eigentlich okay?
00:16:50: Dann ist es gut.
00:16:52: Oder ist er vielleicht gar nicht ok?
00:16:53: was könnte ich denn jetzt vielleicht machen um entweder meine Batterien aufzuladen mir in irgendeiner Form etwas Gutes zu tun oder und jetzt wird spannend mehr weniger Stress zu machen?
00:17:08: Es gibt Situationen da haben wir Stress das ist gar keine Frage aber Wir machen ihn uns dann wenn wir zum Beispiel meinen dass wir eben eine Hochleistung erbringen müssen oder jetzt nach dem Urlaub den Anspruch haben, sämtliche Mails innerhalb eines halben Tages abgearbeitet zu haben.
00:17:27: Dann muss ich sagen dann ist das natürlich ein innerer Antreiber, der ja eigentlich wunderbar ist und hier geht es mir auch darum immer mit sich selber in den Frieden zu gehen.
00:17:43: Diese inneren Antreiber, die wir haben – Perfektionismus, Leistungsmotiv, Pflichtgefühl.
00:17:48: Die sind ja wunderbar!
00:17:49: Die haben uns weit gebracht.
00:17:52: aber wir müssen sie eben auch wieder einfangen können.
00:17:55: oder auch die Fähigkeit lernen zu sagen so wunderbar für heute ist es genug.
00:18:01: Morgen ist auch noch ein Tag.
00:18:02: jetzt mache ich morgen weiter
00:18:03: und wie lerne ich das?
00:18:06: Selbst Reflexion und eben auch schauen, was es mit mir macht.
00:18:10: Das heißt im Grunde genommen auch hier eine neue Bewertung von Dingen.
00:18:16: Und was manchmal hilft ist – ich finde – eine wunderbare Möglichkeit in Zeiten des fortgeschrittenen Wahnsinns hervorragend zu überleben ist der Humor!
00:18:27: Das ist eine Riesenkompetenz die man im besten Fall hat Und zum Beispiel, man kann auch sich angewöhnen die Sachen dann humoristisch zu übertreiben.
00:18:38: Ja wenn ich jetzt diese Mails nicht abarbeite, dann wird mich wohl das Polizei-Sondereinsatzkommando abholen.
00:18:47: Dann komme ich höchstwahrscheinlich ins Gefängnis.
00:18:49: da komme ich auch nie mehr raus.
00:18:51: kein Mensch mag mich mehr und wahrscheinlich werde ich sofort entlassen und dann merken wir es wird gar nichts passieren.
00:18:59: Nichts wird passieren, weil gar kein Mensch den Anspruch an mich hat dass ich das schaffe.
00:19:04: Das bin nur ich ganz alleine.
00:19:11: Du hast es eben gerade auch schon ein bisschen angesprochen also einmal auf der einen Seite so diese inneren Antreiber die irgendwie da sind und auf der anderen Seite was du gesagt hast was eigentlich zusammen einhergehen sollte miteinander aber auch den Körper oder unsere Gefühle die wir teilweise gar nicht mehr so richtig spüren.
00:19:31: Ich glaube, es kennen viele.
00:19:32: Wenn man irgendwie so im Adrenalin-Modus ist, dass man dann einfach irgendwann denkt, wann habe ich eigentlich zuletzt was gegessen?
00:19:40: Weil der Körper so viel im Modus ist, das man gar nicht mehr spürt, ob ich jetzt gerade Hunger oder kein Hunger hab.
00:19:48: Oder wenn habe ich etwas getrunken und in meiner Wahrnehmung ist das auch eine total wichtige Kompetenz So den Körper wieder, die Körperwahrnehmung wieder zu schulen.
00:20:04: Wie fühlt sich mein Körper gerade an?
00:20:05: Bin ich grad verspannt?
00:20:06: Wo bin ich grade verspannt?
00:20:07: hab' ich grad Hunger?
00:20:08: habe ich Durst Braucht meinen Körper das dass ich mich einfach mal flach auf dem Boden lege und dreimal frisch durchatme?
00:20:15: oder Was?
00:20:15: was braucht mein körper auch gerade jetzt noch unabhängig von vielleicht dem was Ich emotional brauche oder fühle?
00:20:22: aber Und ich habe das Gefühl das ist auch so eine kompetenz Die in der größer werden Komplexität auch der gedanklichen Herausforderung und Anforderungen an unseren Geist.
00:20:35: Der Körper immer so ein bisschen nicht, wenn man nicht zumindest, wenn wir nicht gerade irgendwie im Sportbereich arbeitet.
00:20:41: Der Körper immer mit so'n bisschen das Mittel zum Zweck ist.
00:20:44: Absolut!
00:20:44: Wir verzwecken das.
00:20:45: Das ist sehr richtig.
00:20:46: Genau.
00:20:46: Wir sind überhaupt nicht mehr gewohnt in unserem Körper zu wohnen.
00:20:49: an dieser Stelle Danke an die Kirche für zweitausend Jahre Leibfeindlichkeit.
00:20:55: Also das hat nicht positiv dazu beigetragen, das ist mal ganz bestimmt so genau korrekt.
00:21:01: da hast du einen ganz wichtigen Punkt und deshalb ist auch meine Einstiegsfrage häufig wenn Du dein Handy wärst welchen Ladezustand hättest Du jetzt
00:21:07: gerade?
00:21:09: Und allein das reicht schon dass die Leute meistens dann häufig merken ja Also das ist ja deutlich unter fünfzig
00:21:15: Prozent.
00:21:16: Und wenn es unser Handy wäre, würden wir schon längst hysterisch nach einer Steckdose suchen?
00:21:20: Aber bei uns kein Thema macht man noch mal weiter.
00:21:23: Wenn's nicht geht, dann hauen wir nochmal zwei Kaffee rein und dann geht das schon.
00:21:27: Ja.
00:21:27: Das heißt wie gehen weit über diese Grenzen hinaus.
00:21:32: Was was können wir tun?
00:21:34: Was können wir tun um da sensibler zu werden vielleicht
00:21:40: wieder?
00:21:40: Ich denke, was ganz wichtig ist, ist halt Es ist extrem aus der Mode gekommen, das Innerhalten.
00:21:48: Innerhalten muss ... Ich finde es so spannend dass wir haben ich weiß gar nicht mehr vielleicht erinnern sich die älteren von uns noch dran was haben sie gemacht als wir noch keine Handys hatten?
00:21:59: Weil jetzt du siehst die Leute warten an der Haltestelle Sack sieht sie ins Handy los und was ich mache ist ich stehe dann so da und guck dann da so rum und guckt dann, scheint irgendwo die Sonne, kann ich mich in die Sonnesstellen?
00:22:13: Kann ich mich irgendwo hinsetzen?
00:22:15: Ich bin einfach präsent.
00:22:17: Wir müssen einfach wieder lernen solche... Das ist genauso wie Resilienz, eine sehr überstrapazierter Begriff Achtsamkeit.
00:22:27: Aber es ist wirklich ... Ich kriege schon fast allergische Pickel bei dem Begriff aber es darum geht es einfach ... Momente von Bewusstheit möchte ich Sie nennen dass wir uns kurz zurückzoomen in unser Körper merken das wir einen haben vielleicht auch was machen was uns den Moment gut tut einmal aufstehen, einmal atmen, einmal als Fenster auf einmal in die Küche laufen und Glas Wasser trinken kurz was machen, was uns wieder aus dem Verstandesmodus rauskommt.
00:22:53: Und wir wissen ja eigentlich, was es ist.
00:22:55: also der Körper weiß ja wusste ja mal intuitiv, was er wann braucht.
00:22:59: so man sagt ja sich selten ganz bewusst jetzt muss ich mal ein Fenster öffnen sondern dass man merkt die Luft ist schlecht Ich will das Fenster aufmachen Das sind ja einfach Automatismen die
00:23:11: passieren
00:23:11: und funktionieren Und denen auch wieder Vertrauen zu schenken.
00:23:15: Das ist unsere intelligente Intuition und das müssen wir wieder lernen, ihn wirklich in den Arm zu nehmen.
00:23:21: und deshalb sage ich ja es muss zusammenkommen was was zusammen gehört der Verstand diese intelligente Intelligenz der Körper und die Psyche.
00:23:29: und wenn wir dass dieses Systeme die wir haben diese diese diese polaren Systeme gut miteinander synchronisieren verzahnen dann sind wir auf einem guten Weg zu einem gelingenden Leben.
00:23:40: Aber es geht nicht über den Verstand, weil ich kann mich nicht entspannt denken.
00:23:45: Ich kann mich auch nicht glücklich denken.
00:23:48: Das ist leider nicht möglich und gerade diese Momente von Leichtigkeit Heiterkeit Gelassenheit Glücks erleben die sind unverfügbar.
00:23:59: Ich kan das nicht machen.
00:24:00: Ja?
00:24:01: Das ist ein körperliches Resonanzerleben.
00:24:04: Ich habe irgendwo gelesen dieser Beschreibung
00:24:08: in
00:24:08: einem Artikel, glaube ich unerwartetes beim Shop für Packen.
00:24:13: Und das fand ich sehr schön weil für mich ist ein Teil von Resilienz oder Achtsamkeit oder Präsenz wie auch immer man es nennen möchte oder wichtig für diesen Aspekt ist einfach dass ich überhaupt noch Unerwartete entdecken kann also dass sich einfach so Präsent oder bewusst bin mit mir und der Umwelt, dass ich sehen kann, wenn irgendwas Unerwartetes passiert.
00:24:39: Was du jetzt beschreibst ist etwas in der PSI-Theorie von Julius Kuhl.
00:24:44: Beschreiben wir das als das Extensionsgedächtnis?
00:24:47: Das heißt, dass sich in einer Form von Vigilanz, von einer schwebenden Aufmerksamkeit überhaupt mein Umfeld wahrnehmen.
00:24:54: Das Problem an diesem System, an diesem inneren genialen System.
00:24:59: Wir kommen nur in dieses System – das ist auch unser innerer Ratgeber, unser Persönlichkeitskern – wir kommen in diesen System nur in einer gelassen entspannten, inneren Affektlage und das komplementäre System dazu ist unser Fehlerzoom, unser Tunnelblick, unser Risiko, Fehlerfinde, Schwierigkeitserkennungssystem.
00:25:23: Und das haben wir einfach über weite Strecken dauerangeschaltet, weil unser Überlebenssystem war evolutionspsychologisch.
00:25:32: Wir haben das gebraucht um zu überleben.
00:25:35: Wir können wunderbar überleben ohne zu merken dass die Sonne scheint wenn wir es knacken im Gebüsch nicht hören.
00:25:41: Die Vorfahren von uns haben's leider nicht geschafft und dadurch sind wir so hoch alert auf Negatives.
00:25:49: Und damit leben wir in einer Welt, schau dir die Medien an da wird eine Angst, ein Angstporno am anderen läuft da.
00:25:57: Das stimmt ja das stimmt und dann muss man sich nicht wundern dass die Menschen irgendwie in so einem Zustand sind und sich aber dann eben zunehmend auch versuchen daraus zurückzuziehen.
00:26:06: Ja, dann eben auch aus einer Verantwortung gerne rausgehen.
00:26:12: Und da sind wir wieder in dem Bereich was du angesprochen hast dieses nicht nur das ist der Bereich den ich kontrollieren kann sondern das ist auch der Bereich in dem ich handeln sollte weil nur darüber komme ich in eine Selbstwirksamkeit und kommen da rein dass sich eben mit diesen negativ Nachrichten und Meldungen irgendwie aktiv umgehen kann oder die verarbeiten kann.
00:26:37: Und ich erlebe halt Menschen, die jetzt wirklich stärker und stärker sich massiv belastet empfinden.
00:26:45: Immer dünn heutiger werden ganz stark auch unter dieser Negativität leiden, die sie auch in sich selbst wahrnehmen, die dann auch keine Freude mehr empfinden zum Teil an ihrer beruflichen Situation, zum Teil alles in Frage stellen... Wie schön, wir bräuchten eigentlich diese Offenheit des Entdecken des vielen Positiven.
00:27:05: Das ist richtig!
00:27:07: Aber genau das machen die Leute ja nicht.
00:27:11: Die sitzen dann völlig abgeschottet mit Kopfhörern.
00:27:15: Ich finde es hoch irritierend morgens um sechs im Tram.
00:27:18: Mit Kopfhören gucken in den Handy.
00:27:21: Völlig gar nichts da überhaupt nicht.
00:27:23: Im Moment kriegen nichts mit was passiert Und dann kann ich auch nicht sehen, was mich alles Wunderbares umgibt.
00:27:31: Dann sehe ich die fehlend kleinen täglichen Wunder
00:27:33: nicht.".
00:27:38: Eine Aspekt den wir jetzt noch nicht so angesprochen haben der für mich aber auch sehr auf der Hand liegt ist das Miteinander Menschsein weil da sind ja ganz viele Dinge, die uns selbst betreffen und wir können uns da irgendwie selber versuchen rauszuarbeiten oder persönlich ganz ab.
00:27:58: Und das kommt ja auch so ein bisschen unserem Egoismus zugute, wir wollen uns um uns selbst kümmern und wir wollen dass es uns selbst gut geht.
00:28:06: Und gleichzeitig ist das natürlich der Aspekt wenn ich so sehr abgeschottet und selber mir bin beziehungsweise vielleicht maximal noch einen Partner oder den Arbeitskollegen mit dem ich konfrontiert bin weil ich sein muss dann nehme mich eben auch in der Tram nicht mehr die Menschen um mich rum war mit denen ich eben auch im Kontakt treten könnte die vielleicht ja weiß ich nicht irgendwelche Schwierigkeiten haben oder auf Hilfe angewiesen sind.
00:28:31: Oder auch, ich glaube, die Fähigkeit zuzuhören oder Empathie zu empfinden mit meinem Gegenüber.
00:28:40: Ich will gar nicht mit den Problemen meines Gegenübers belastet sein, weil das ist noch zusätzlich zu dem was mich eh schon stresst.
00:28:47: Genau diese Frage nach Miteinander Menschsein und zusammen in dieser hoch komplexe Gesellschaft stecken
00:28:56: Und das nehme ich auch wahr.
00:28:58: Das ist wirklich etwas, das hat mich auch sehr überrascht mit dieser Entwicklung der letzten Jahre, mit dieser steigenden Überlastung den Menschen mit diesem sich gestresst fühlen dass der Fokus kleiner wird und auf sich geht.
00:29:13: man sieht nur noch sich selbst.
00:29:14: Ich habe noch nie so viele Team Mediationen oder Team Entwicklungen machen müssen weil moderne Arbeitswelt, das mobile Arbeiten.
00:29:28: Homeoffice macht jeder für sich alleine?
00:29:30: Das hat nicht dazu beigetragen, dass wir ganz viele so kleine Gespräche am Rande, wo man wieder ein bisschen geplaudert hat, das entfällt jetzt alles völlig auch in den Unternehmen.
00:29:44: ich habe mehr und mehr Silo-Denken und jede Abteilung meint Sie ist die einzige Abteilung, die herarbeitet in den ganzen Laden.
00:29:52: Die anderen weiß man überhaupt nicht, ob sie überhaupt was arbeiten.
00:29:54: Also das ist in der Tat so und ja es empfindet... Es geht immer mehr Rückzug auf uns selbst aber in eine Form von eben von digitaler Isolationen, die ich aber nicht als gelingende Selbstfürsorge bezeichnen würde.
00:30:13: Und weil wir eben, wir sind soziale Wesen und wir sind so fest verdratet.
00:30:19: Ich merke dann auch wenn man die Leute anspricht sie sind alle total selig Wenn man in ein nettes kleines Gespräch zwischendurch kommen kann.
00:30:29: das ist wirklich was wunderbares.
00:30:30: aber Wir müssen wieder lernen aus unserer Isolation raus.
00:30:34: Was wir ja auch sehen Das ist auch ein Aspekt des Ganzen kommt auch daher, dass die Leute so stark in ihren negativen Mindsets hängen.
00:30:48: Ein Verlust der Diskursfähigkeit gesamtgesellschaftlich.
00:30:51: also wir haben nur noch so viel Spaltungen man kann über kaum noch irgendwas gescheit sich unterhalten
00:30:58: und es ist ja nicht nur das.
00:31:00: also es ist Ja nicht nur die Diskurs sondern Es ist ja auch Das aushalten davon dass jemand anderes einfach anderer Meinung ist.
00:31:08: Wir müssen ja gar nicht immer in den Diskurs gehen Sondern ich kann ja einfach sagen hey Du bist da und ich bin da.
00:31:14: Und das ist okay, wir lassen uns jetzt mal so stehen.
00:31:16: Weil vielleicht müssen wir keinen Kompromiss erbringen.
00:31:21: Vielleicht darf es einfach so nebeneinander stehen bleiben und dann solange es nicht zu einem Konflikt kommt oder nicht ein Konflik gelöst werden muss, ist auch einfach mal so okay?
00:31:30: Klar!
00:31:31: Oder auch mal voneinander lernen und sagen ja ok bin ich deiner Meinung aber ich verstehe dass du so denkst findet überhaupt nicht mehr statt.
00:31:37: Es gibt zwei Meinungen meine und die falsche Und alles ist hochmoralisch aufgeladen,
00:31:42: absolut.
00:31:43: Das heißt ich bin definitiv der bessere Mensch und das hat aber eben auch dazu geführt dass Freundeskreise sich verstritten haben Familien es gibt immer mehr Tabuthemen über die wir nicht reden können.
00:31:56: ja und auch das belastet die Menschen im Moment.
00:32:00: Ich habe in einem Podcast, oder mir wurde von dem Podcast erzählt.
00:32:04: In dem wurde auch so ein schönes Modell wieder vorgestellt wo es darum geht wie Social Media unsere Beziehung und vielleicht auch unsere Diskurskultur verändert hat nämlich dass die ganz engen Bindungen gestärkt hat weil ich sehr schnell mit meinen ganz engen Leuten kommunizieren kann und dann quasi so die sehr losen Verbindung auch gestärkt wurden, die Leute zum Beispiel mit denen ich in einem Sportverein bin oder mit dem ich ein selbes Hobby ausübe oder meine Arbeitskollegen.
00:32:35: Aber dass so dieser mittlere Bereich von Menschen mit denen umgeben bin, die aber nicht das selbe Hobby haben sondern einfach vielleicht... Ja, wie gesagt zum Beispiel neben mir im Haus nebenan wohnen oder in der Wohnung nebenan allein schon.
00:32:47: Dass das durch Social Media quasi nicht gestärkt wurde weil wir eben uns zurückziehen den Menschen nicht mehr so wirklich im Haussfloor begegnen.
00:32:55: wer kennt es nicht dass man hört jemand ist im haus floh und man denkt sich gut dann warte ich nochmal fünf minuten bis ich aus der haustür gehe.
00:33:03: jeder kennt es weil ich auch in diese beiläufigen Begegnungen von Menschen, die eben sonst nichts mit mir zu tun hätten gar nicht mehr reingehe.
00:33:14: So, ich umgeb mich nur noch mit meinen Liebsten und den Menschen, denen wir eh wohlgesonnen sind.
00:33:20: Social Media bestärkt dieses Bubble-Denken, wovon wir immer sprechen.
00:33:24: Ich begehme mich mit den Leuten, die eh in meiner Bubble sind.
00:33:26: Aber dass sich noch mal den Menschen im Leben oder auch auf Social Media, oder auf irgendwelchen Plattformen den Menschen begegnen mit denen ich lerne Ungleichheiten auszuhalten.
00:33:36: Absolut!
00:33:37: Das passiert weniger.
00:33:38: Ja
00:33:39: genau aber ich denke das eine ist sicherlich sehr wenig Energie insgesamt zu verfügen steht den meisten Menschen?
00:33:44: Absolut.
00:33:45: Das Gefühl ist ja es ist alles zu viel Und wir haben natürlich auch durch Social Media und das ist ein Riesenproblem uns völlig runtergedummt auf Daumen hoch, Daumen runter als ob es keine Ambivalenz gäbe.
00:34:00: Es ist nur noch gut oder schlecht richtig oder falsch und so funktioniert einfach eine komplexe Welt nicht.
00:34:08: Ja absolut du hast es vorhin schon so ein bisschen angesprochen oder es viel.
00:34:17: auf jeden Fall schon mal der Satz Neben dem sozialen Aspekt, auch immer diese Frage der Sinnhaftigkeit.
00:34:28: Brauche ich einen Sinn in meinem Leben oder brauche eine intrinsische Motivation?
00:34:32: Oder eine Sinnenhaftigkeit?
00:34:34: Oder komme ich wenn ich einfach die Dinge so mache weil sie so sind und ich jetzt noch mal diesen Beruf habe, komme ich irgendwann an den Punkt dass sich dann auch in dieser Erschöpfung bin oder in dieser Frage nach was mach' ich hier eigentlich?
00:34:46: und ich bin überfordert und das ist irgendwie alles zu viel.
00:34:49: Warum soll ich das überhaupt noch machen?
00:34:52: Gehört zu einem resilienten Körper auch immer eine gewisse Sinnhaftigkeit oder einen resilienten Geist, eine intrinsische Motivation oder eine Sinnhaftlichkeit die ich entwickeln muss.
00:35:04: Absolut!
00:35:05: Also für mich absolut, es steht außer Frage, dass ist dieses Tiefe.
00:35:10: natürlich kann ich mein Leben damit verbringen meine To-do-Listen abzuarbeiten Und das auch immer besser und immer pflichtbewusster.
00:35:18: Aber es wird mich nicht glücklich
00:35:19: machen.".
00:35:21: Ich glaube, dass merke ich ganz stark jeder... aber verstehst du?
00:35:27: Da sind wir schon wieder!
00:35:28: Man darf sich damit auch schon wieder nicht stressen.
00:35:31: weil ich dann im gleichen Moment, wenn ich jetzt sagen will, finde das was du gut machst, finde deine Leidenschaft.
00:35:38: Sehe ich meine ganzen verzweiften Studis und da
00:35:40: bin ich von
00:35:41: mir die dann vor lauter oh Gott, oh Gott!
00:35:44: Jetzt muss sich das Richtige finden für mich in völliges Over-Thinking ab.
00:35:49: abgleiten und völlig planlos durch die Gegenteiern, völlig es sich an den einfachsten Sachen schon wirklich erschöpfen.
00:35:58: An diesem Multi-Optionswahnsinn.
00:36:00: Völlig erschöpfend!
00:36:03: Aber ja wir brauchen intrinsische Motivationen.
00:36:05: aber das muss nicht gleich dieses eine super Riesenziel sein oder vielleicht auch ein Problem für Social Media.
00:36:11: da sehen wie diese super erfolgreichen Leute Und da haben wir das Gefühl, ah!
00:36:15: Das muss jetzt gleich fliegen und es muss jetzt vielleicht toll sein.
00:36:18: Muss es ja alles gar nicht?
00:36:20: Da sind wieder bei dem was du gesagt hast Ambivalenzen aushalten und auch aushalten können dass man eben noch nicht direkt den Sinn für sich gefunden hat oder dass man einem Prozess in der Entwicklung ist die nicht sofort zu Ende ist und dann fertig und dann ist alles richtig gut und schön sondern die auch Zeit brauchen darf.
00:36:41: Und wir leben halt in einer Leistungsgesellschaft, die auch noch zusätzlich um es dann noch übler zu machen oder ein Glückstiktat hat.
00:36:50: Das heißt du musst hier Hochleistung bringen und was?
00:36:53: Und mich
00:36:53: glücklich sein!
00:36:54: Ja,
00:36:54: bist du es nicht?
00:36:56: Aber du bist doch deines eigenen Glücksspitztes ja doch glücklich.
00:36:59: Und so funktioniert's einfach nicht.
00:37:01: D.h.,
00:37:01: die Leute machen sich auch noch einen Stress damit, sich kein Stress zu machen und glücklich zu sein anstatt mal wirklich so innerlich loszulassen Und auch zum eigenen wieder zurückzukommen.
00:37:15: Was ist mir denn wichtig?
00:37:18: Wir sind zu fremdgesteuert von außen, von so vielen Bildern und von sovielem was wir meinen, was wir müssen – und ich finde das ist doch ein wunderbarer Hörgutzu-Entwicklungsprozess!
00:37:30: Weil wir haben uns in ganz vieles verwickelt, was die Gesellschaft uns vorhält, was man muss oder meint zu müssen Und wenn man diese Dinge im Entwicklungsprozess im eigenen loslassen kann, bisschen Ballast abwerfen.
00:37:46: Mit leichtem Gepäck reißt sich viel besser durchs Leben!
00:37:51: Ja finde ich sehr schön dass du das auch nochmal gesagt hast.
00:37:53: mit dem Entwickeln so dieses die Aspekte, in denen wir gar nicht mehr das Gespür für uns haben.
00:37:59: Weil wir so viel mit unserem Kopf und mit unserem Körper in anderen Gedanken, in anderen Mindsets, auch in anderen Erwartungen natürlich involviert sind oder uns involvirt haben, dass es wir erstmal ganz bewusst diesen Schritt zurücktreten müssen und sagen müssen ja ist deins aber ist gar nicht meins war noch nie meins
00:38:22: exakt.
00:38:23: Ich weiß noch, dass ich irgendwann mal den Moment hatte mit meiner Therapeuten zusammen.
00:38:29: Haben wir so ein bisschen darüber gesprochen über so Wettbewerb und solche Dinge?
00:38:34: Und sie sagte dann irgendwann zu mir Frau Horstmann, ich glaube Sie haben einfach gar nicht das Bedürfnis irgendwie in einem Wett Bewerb eine Höchstleistung zu erbringen oder Sie sind einfach kein Wett-Bewerbstümer.
00:38:47: Richtig bin ich absolut nicht war ich noch nie ist überhaupt nicht meins.
00:38:51: war für mich, das wusste ich unbewusst.
00:38:54: Wusste ich das die ganze Zeit?
00:38:56: Und es war da aber spannend zu sehen was bei mir passiert ist als sie mir das gesagt hat weil ich so gemerkt habe ja und ich brauche mich auch nicht mehr in meinem Leben zumindest nicht bewusst und mit Freude in irgendwelche Wettbewerbe hinein begeben weil's einfach nicht meins ist
00:39:11: Und das zu spüren, innerlich wahrzunehmen.
00:39:14: Wo ist meine Passung?
00:39:16: Ich glaube darum geht es wenn wir... Mir geht es viel mehr als um Resilienz hier.
00:39:19: Mir geht's wirklich um ein gelingendes Leben und darum gehts diesen inneren Kompass zu Spüren.
00:39:25: den kann ich nicht denken Den kann ich nur spülen und denen Einklang zu bringen mit meinem Verstand aber mit dem Was möchte ich verfolgen was möchte ich aber vielleicht jetzt auch nicht mehr verfolge Und mir ist eben immer wichtig, wohlwollend.
00:39:40: Was war vielleicht bis jetzt stimmig?
00:39:43: Aber jetzt darf ich es loslassen!
00:39:45: Jetzt brauche ich das nicht mehr
00:39:48: und auch quasi für sich zu spüren wo bin ich jetzt gerade um zu wissen dass kann ich los lassen?
00:39:52: und da braucht es vielleicht eine andere Perspektive oder einen neuen Blick.
00:39:55: und da bin Ich jetzt und jetzt verorte mich ich mich und jetzt schaue ich exakt wie's jetzt für mich weiter genau
00:40:02: was du jetzt sagst.
00:40:03: Es ist auch noch mal etwas ganz Wichtiges.
00:40:06: Das sind permanente zirkuläre Prozesse.
00:40:09: Wir sind nie angekommen, wir ja auch langweilig.
00:40:11: Stellt mal vor wie werden angekommen?
00:40:13: Wo würden die da noch hingehen?
00:40:15: Nein es sind permanenten zirkulee Prozessen und wir haben dafür Zeit bis zum letzten Tag.
00:40:24: Und weil du's jetzt von Sinnhaftigkeit hast... Wir sitzen hier schließlich im RevLab.
00:40:31: Ich habe das erlebt an meiner Mutter, die selber reformierte Pfaktochter war.
00:40:37: Wie der ihr tiefer Glaube einfach geholfen hat.
00:40:44: alle wirklich Schwierigkeiten.
00:40:47: und auch mein, dass ist die Generation, die den Krieg erlebt hat.
00:40:50: Vertreibung, Flucht, das ganze Programm wirklich sinnhaft zu verarbeiten.
00:40:59: Ja, aber das ist es eben.
00:41:00: Aber weißt du?
00:41:00: Da reden wir von von innerer Widerstandskraft und ich glaube dass es halt sehr individuell verteilt ist unter den Menschen.
00:41:09: Und ja da kann der Glaube eine riesige Möglichkeit sein.
00:41:17: Das vielleicht auch noch mal so als Punkt bei allem den inneren Kompass wiederfinden und auch gut für Orten.
00:41:24: nochmal die Frage oder sich bewusst machen Welche Ressourcen habe ich und auf welche Ressoursen kann ich zurückgreifen?
00:41:31: Und wie kann ich die nutzen, um quasi auch gut für mich.
00:41:36: zu sorgen und meinen inneren Kompass gut auszurechnen.
00:41:39: Und das Bild, das ich immer verwende ist da auch so.
00:41:43: diese Bibliothek versteht alles in deiner Bibliothek an wunderbaren Büchern.
00:41:47: was hast du alles schon erfolgreich gelöst in deinem Leben?
00:41:53: man kann sich wirklich ein Büchlein machen und sich die Sachen aufschreiben.
00:41:58: Ich habe früher als junges Mädchen Ich habe Tagebuch geschrieben und irgendwann habe ich damit aufgehört, weil ich gedacht habe, na das ist ja ganz toll.
00:42:07: Mein Leben scheint eine Aneinanderreihung von Katastrophen zu sein.
00:42:11: Weil ich gemerkt habe, ich habe nur dann geschrieben, wenn es mir schlecht ging.
00:42:14: Und das wäre auch mein Tipp an alle Menschen da draußen macht euch ein... Ja egal wie es nennt Glückstagebuch, ein Erfolgstagebuch.
00:42:28: Ein Tagebuch für Erfolgserlebnisse, wohlige Momente, glückliche Stunden wo man all diese Dinge auch wenn sich jemand bei dir bedankt für irgendetwas oder dir sagt hey das hast du super gemacht.
00:42:41: Mensch Jana ich habe dein Buch gelesen.
00:42:42: danke du hast mir das hat mir so viel gebracht.
00:42:45: dann kommt so ein erleben kommt da rein Und dann, wenn man eine dunkelstunde hat.
00:42:50: Das Problem ist immer, wenn es dunkel wird um einen rum landen wir in diesem Tunnelblicksystem und da ist es nur noch dunkel.
00:42:57: Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
00:42:59: Da ist nur noch dieser Berg da Wenn ich ein Büchlein nehmen kann wo ich gesehen habe Boah, da hat mir jemand gedankt oder da ist mir was Wunderbares passiert.
00:43:10: Oder da hab' ich eine herausfordernde Situation Einfach aus mir selbst heraus ganz wunderbar gelöst.
00:43:18: Weil wir stehen ja immer wieder davor und denken, oh das schaff ich nie!
00:43:22: Dabei haben wir es schon hundertmal geschafft tausende Male.
00:43:24: Wir haben es aber in dem Moment durch die Wirkungsweise unserer Psyche effektiv vergessen.
00:43:32: Wir haben keinen Zugang zu diesen Ressourcen mehr.
00:43:34: also ein Ressursenbuch Lass uns doch ein Reichstumsressourcenbäubüchlein nennen
00:43:39: finde ich schön.
00:43:45: Was ich dich jetzt sonst gefragt hätte, hast du schon von alleine eingebracht was du den Menschen noch mitgeben möchtest.
00:43:50: Also dass die Menschen sich doch bitte ein Reichtumsressourcen Büchlein anlegen sollen
00:43:55: und das dann aber noch etwas draus machen und zwar in Ritual.
00:44:03: Ich habe vor einigen Jahren ja einen an der Theologischen Fakultät noch ein sehres zum Thema Spiritualität gemacht.
00:44:11: Und da ist mir das so eingefahren, dass all diesen spirituellen Übungswegen immer das regelmäßig geübte Ritual zu eigen.
00:44:19: und dann habe ich gedacht wunderbar – und ich mache es jetzt zum Rituel jeden Abend!
00:44:26: Die Sachen, die ein zwei drei Sachen, wo ich merke.
00:44:30: Hey das war jetzt wunderbar!
00:44:31: Das war einfach ein Geschenk.
00:44:32: Das war jetzt herrlich.
00:44:34: Da habe ich eine Megafreude gehabt.
00:44:36: Ich hab mit jemandem schallend gelacht.
00:44:38: Ich habe ne Freude erlebt.
00:44:39: Ich habe jemandem ne freude gemacht.
00:44:41: Keine Ahnung...ich hatte mich an der anderen Sonne gefreut am Frühling.
00:44:46: Den Holunder genossen den Duft, den Frühlingsduft ist für mich da in Begriff.
00:44:51: So was kommt in dieses Buch?
00:44:53: Weil wir haben nochmal unsere Psyche nimmt verstärkt, dass negative war.
00:44:59: Und deshalb müssen wir uns aktiv dagegen stellen!
00:45:03: Wir müssen uns aktiv die positiven Sachen, die schönen Sachen, den Ressourcen, den Reichtum und der Erfolge unseres Lebens zurückholen.
00:45:12: Du hast es jetzt gerade schon mal gesagt, ich möchte auch nochmal wiederholen.
00:45:15: Ressourcen, Reichtum und Rituale also das ritualisierte die Ressurzen wahrnehmen und den Reichtums sehen und entdecken
00:45:23: und sich ganz bewusst dahin zuwenden.
00:45:25: Genau
00:45:26: dem zu wenden, dass
00:45:27: ins
00:45:28: Leben nehmen mit rein leben
00:45:30: genau weil wer hat so schön gesagt?
00:45:31: Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht würde ich trotzdem noch ein Bäumpfchen pflanzen.
00:45:38: Also d.h.
00:45:38: Es geht darum wirklich ganz bewusst im wieder neu zu pflanzen, immer wieder ganz bewusstes Neu zusehen.
00:45:44: Und das ist ein täglicher Entscheid und der ist in unserem Kontrollbereich.
00:45:48: Ist das nicht cool?
00:45:50: Ich hätte kein schöneres Schlusswort finden können!
00:45:53: In diesem Sinne falls ihr noch nicht verstanden habt was ihr mitnehmen sollt aus dem Podcast Pflanzt heute einen Apfelbaum... ich danke dir ganz vielmals.
00:46:07: Was macht für dich ein erfülltes Leben aus?
00:46:09: und vielleicht noch davor wie steht's um deine Batterien?
00:46:13: Wie werden die für dich wieder voll Falls du beim Aufladen deiner Batterie etwas Unterstützung oder Inspiration brauchen kannst, komm doch ans Holy Embaried-Wochen Ende Oktober im Kloster Koppel.
00:46:24: Du findest alle Informationen dazu auf reflab.ch in der Kategorie Agenda.
00:46:30: Merci fürs Zuhören!
00:46:31: Wir hören uns wieder in zwei Wochen.
00:46:33: Bis dann, hebe es gut!